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MÜLLENTSORGUNG
Vor allem in der Hauptstadt Lomé ist die Müllentsorgung ein zentrales Problem. Als städtische Dienstleistung ist die Müllentsorgung gar nicht vorhanden, da die Stadtverwaltung das Privatunternehmen, dass bis dahin für die Abfuhr des Müllaufkommens sorgte, Anfang der 1990er Jahre nicht mehr bezahlen konnte und dieses daraufhin seine Arbeit einstellte. Seit dieser Zeit ist die Abfallentsorgung in den meisten Stadtteilen zusammengebrochen. Lediglich das Regierungsviertel ist "Müllfrei". Der in den Haushalten anfallende Müll wird oft "wild" abgelagert, d.h. auf leeren Grundstücken, in den Straßen etc.,... Lomés Straßen sind durchzogen von wilden Mülldeponien, die oft die ganze breite der Straße einnehmen, so dass die Menschen, um von einem Ort zum anderen zu gelangen, über und durch Müll gehen müssen.
Ein solcher Umgang mit Müll mindert die Lebensqualität der Menschen, denn die hygienischen Bedingungen werden immer katastrophaler. Die wilden Deponien ziehen nicht nur Ungeziefer an, sondern sind zugleich eine Brutstätte für die Bakterien verschiedener gefährlicher Krankheiten. Während der Regenzeiten sind z.B. Cholerafälle keine Seltenheit.
Da die Stadtverwaltung in den vergangen Jahren nichts getan hat, um das Problem zu lösen, haben sich in der Bevölkerung selbst zahlreiche Gruppen zusammengeschlossen, die gegen geringes Entgelt die Abfälle bei den Haushalten abholen und zu einer öffentlichen Deponie bringen. Durch die Arbeit dieser Selbsthilfegruppen hat sich das Problem der Abfallentsorgung ein wenig gebessert, zum anderen sind auch Arbeitsplätze entstanden, was in einem Land mit einer extrem hohen Arbeitslosigkeit ebenfalls sehr wichtig ist.
Eine dieser Gruppen, die in einem Vorort vom Lomé arbeitet und die Kékeli seit 1998 unterstützt, ist ADVED. Den Mitarbeitern dieser Initative, die relativ ungeschützt mit den Abfällen hantieren müssen, haben wir aus Spendengeldern Arbeitsschuhe, Sicherheitswesten und Handschuhe zur Verfügung gestellt.